Herzlich Willkommen auf der Internetpräsenz des Fördervereins Grünes Klassenzimmer Grevenbroich 2003 e.V. und des

Umweltzentrums am Schneckenhaus in Grevenbroich

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Im Bend 10

41515 Grevenbroich

Tel. 02181/9199 oder 0172/2913581

Mail: schneckenhaus-grevenbroich@web.de

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Auf den folgenden Seiten möchten wir Sie über die Tätigkeiten und Angebote des Umweltzentrums, über unsere Arbeit im Förderverein Grünes Klassenzimmer Grevenbroich 2003 e.V. und auch über Neuigkeiten oder Wissenswertes im Naturschutz informieren.

Aktuelles finden Sie untenstehend...

26.05.2013: Sommerfest am Schneckenhaus!

23.05.2013 19:45 von Norbert Wolf

Nicht verpassen!

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Auch in diesem Jahr möchten wir gerne mit Ihnen gemeinsam unser schon traditionelles Sommerfest feiern. Wir möchten Sie mit interessanten Gesprächen, atemberaubenden Flugvorführungen der Adler, Uhus, Falken und Bussarde der Falknerei Pierre Schmidt und Informationen örtlicher und überörtlicher Naturschützer an Informationsständen kurzweilig unterhalten. Für das leibliche Wohl wird wie in den Vorjahren mit kalten Getränken, Kaffee und Kuchen sowie frischem Grill- und Räuchergut bestens gesorgt. Wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch!

Katzen

22.05.2013 15:11 von Norbert Wolf

Ein Großteil der derzeit zu uns gebrachten Vögel - vornehmlich Jungtiere im Ästlingsstadium - sind Katzenopfer. Die Worte hierzu von Katzenhaltern gleichen sich stereotyp: "Normal macht sie sowas nicht" oder "Sie hatte den Vogel nur im Maul, der ist unverletzt"! Für lebensgefährliche Bakterieninfektionen bei Vögeln reichen allerdings bereits winzige Risse durch Zähne oder Krallen aus. Auch sind Quetschungen durch das Fangen und Spielen mit der Beute in der Regel nicht sofort erkennbar. Diese äußern sich dann meist in Luftsackrissen, die erst nach Stunden bei den Vögeln erkennbar werden können.

tl_files/01_Nachrichten2013/Kohlmeise_Luftsackriss_000.jpgLuftsackriss einer Kohlmeise im Nacken, fast so groß wie der gesamte Kopf!

tl_files/01_Nachrichten2013/Kohlmeise_Luftsackriss_001.jpgLuftsackriss unter dem Flügel einer Kohlmeise

Es handelt sich hierbei um Verletzungen der Atmungsorgane, die im Aussehen großen Brandblasen ähneln und oftmals dann doch zum Tod des Jungvogels führen.Wir möchten hier an die Verantwortung der Katzenhalter für unsere heimische Tierwelt appellieren und den Freigang der Stubentiger in der Jungtierzeit auf ein absolutes Mindestmaß zu reduzieren oder ganz einzustellen.

Kamindohlen

13.05.2013 18:58 von Norbert Wolf

Heute wurde uns ein Nest mit jungen Dohlen aus einem Schornstein überbracht. Dohlen zählen zu den Rabenvögeln, sind jedoch im Gegensatz zu ihren Vettern Nischen- oder Höhlenbrüter.

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Naturbrutplätze finden sie beispielsweise in Platanenhöhlen im Grevenbroicher Hans-Gottfried-Bernrath-Park oder auch in Schwarzspechthöhlen alter Buchenbestände. Im menschlichen Siedlungsraum nehmen sie auch gerne Nischen an Industriebauwerken oder Altbauten an. Durch Mangel an geeigneten Brutplätzen werden zur Brut auch Schornsteine genutzt. Hierbei werden so lange Äste von oben in den Kamin geworfen, bis sie sich im Kaminzug verkeilen und letztendlich eine stabile Nistunterlage bilden. Werden hierbei in Betrieb befindliche Schornsteine ausgewählt, kann es zu gravierenden Störungen und auch für die Wohnungsinhaber gefährlichen Situationen kommen, wenn die Rauchgase nicht mehr korrekt abgeführt werden können. Wir empfehlen hier, in Dohlenlebensräumen Gitter auf den Schornsteinen anbringen zu lassen, um die Situation zu entschärfen und die Vögel am Nestbau im Kamin zu hindern. Hilfestellung kann Ihnen hier ihr Schornsteinfeger leisten, fragen Sie ihn um Rat!


Unsere Jungdohlen haben Glück gehabt, dass sie lebend geborgen werden konnten, wir werden sie aufziehen und in einem geeigneten Lebensraum auswildern.

Bitte an die Angler:

13.05.2013 18:32 von Norbert Wolf

Schnüre sind Abfall

Angelschnüre stellen für Wasservögel höchst gefährliche Abfälle dar, sie gehören zu Hause in die Mülltonne und nicht in die Landschaft am Angelgewässer! Jedes Jahr wird uns eine Vielzahl verletzter Tiere - in der Hauptsache Vögel - überbracht, die durch Angelschnüre zu Schaden gekommen sind, so wie in den letzten Tagen dieses Teichhuhn.

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Der Vogel hatte sich mit beiden Beinen so in der Schnur verstrickt, dass er kaum noch laufen konnte. Durch seine ständigen Befreiungsversuche hatte sich die Schnur bereits tief ins Fuß- und Beingewebe eingeschnitten und konnte nur unter erheblichem Aufwand entfernt werden. Glück im Unglück hatte der Vogel, dass die Gliedmaßen durch die mangelnde Blutzufuhr noch keinen Schaden genommen hatten. Er konnte wieder frei gelassen werden.

Alle Jahre wieder

10.05.2013 19:58 von Norbert Wolf

Das leise Sterben auf dem Acker

Kaum beginnt sich die Natur im Frühling von den Folgen des langen und strengen Winters zu erholen, gleichen sich die Ereignisse aus den Vorjahren wieder in der Feldflur. Flächendeckend wird die freie Landschaft unter Gift gelegt; wie in den Fotos belegt, geht es hier gegen die Nager.

tl_files/01_Nachrichten2013/Maeusegift_Zusammenstellung.jpg"Zufälliges" Ausbringen von Nagergiften außerhalb der Köderboxen: Giftweizen und Ratron-Pillen

Die Gifte dürfen nur in so genannten Köderboxen ausgebracht werden, um möglichst auch nur die Nager und keine Rebhühner, Fasane, Wachteln oder gar Haustiere damit zu erreichen. Offensichtlich reicht dies aber einigen Landwirten nicht und sie versuchen mit vermeintlicher Raffinesse, auch noch die letzten Nager zu erwischen, die die Köderboxen eventuell meiden. Deshalb wird das Gift dann auch um die Köderboxen herum ausgebracht, in der Hoffnung, es bleibt unbemerkt!

Erbeuten Greifvögel und Eulen die vergifteten Nager, droht eine oft tödliche Sekundärvergiftung.

tl_files/01_Nachrichten2013/Maeubu_Sekvergiftung.jpgMäusebussard - Verdacht auf Sekundärvergiftung durch Fressen vergifteter Nager

Dabei sind sich die Ornithologen einig: Bei vielen Greifvogel- und Eulenpaaren ist dieses Jahr regional ein Brutausfall zu verzeichnen, weil akuter Nahrungsmangel herrscht. „So haben sich auch in der Eifel in diesem Frühjahr nur wenige Uhus zum Brüten entschlossen. Bei den Steinkäuzen in der Kölner Bucht kommt ebenfalls keine rechte Brutstimmung auf. In anderen Teilen Deutschlands ist die Situation ähnlich. Der Grund dürfte der Mangel an Kleinsäugern sein.“ teilt z.B. die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE) in diesem Frühjahr aktuell mit.

Hier ist unseres Erachtens eine grundsätzliche Korrektur von Produktionsmethoden und Verhaltensweisen erforderlich, die ein rein prophylaktisches Vergiften ganzer Landstriche ausschließt. Allerdings sollten auch wir als Verbraucher dringend an unserem Verhältnis zu Lebensmitteln arbeiten. So prognostiziert die EU-Kommission, dass ohne Verhaltensänderung der Verbraucher im Jahr 2020 in Europa 120 Mio. to Lebensmittel im Jahr auf dem Müll landen werden. Derzeit wirft statistisch eine 4-köpfige Familie im Jahr Lebensmittel im Wert von rund 1.000,- € weg. Hinzu kommt noch, was bereits in Produktion und Handel vor dem Verkauf entsorgt wird.

Mit diesem Verhalten werden noch viele Nager und damit auch viele Greifvögel und Eulen sterben, und das ganz unnötig und umsonst für Lebensmittel, die auf dem Müll landen!

 

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