Herzlich Willkommen auf der Internetpräsenz des Fördervereins Grünes Klassenzimmer Grevenbroich 2003 e.V. und des

Umweltzentrums am Schneckenhaus in Grevenbroich

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Im Bend 10

41515 Grevenbroich

Tel. 02181/9199 oder 0172/2913581

Mail: schneckenhaus-grevenbroich@web.de

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Unsere Öffnungszeiten sind wochentags von 7.30 bis 18:00 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen 11.00 bis 18:00 Uhr!

 

Auf den folgenden Seiten möchten wir Sie über die Tätigkeiten und Angebote des Umweltzentrums, über unsere Arbeit im Förderverein Grünes Klassenzimmer Grevenbroich 2003 e.V. und auch über Neuigkeiten oder Wissenswertes im Naturschutz informieren.

Aktuelles finden Sie untenstehend...

Schreiadlerschutz

16.10.2013 16:09 von Norbert Wolf

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Vor einigen Tagen erreichte uns dieses Foto aus der Stadt Ghazir im Libanon, 30 Kilometer nördlich von Beirut. Es zeigt mindestens 6 vermutlich geschossene Schreiadler, die an der Hauptstraße von Ghazir wahrscheinlich zum Verkauf präsentiert wurden. Von dieser international bedrohten Art brüten in Deutschland noch etwa 80 Paare.

Als Gefährdungsursachen gelten -neben der Wilderei- Gefahren auf dem Zug, Lebensraumverlust, eine hohe Jungensterblichkeit und die illegale Jagd oder auch Eier- und Jungvogeldiebstahl.

Hierzulande werden erhebliche Finanzmittel aus Steuergeldern und Spenden von Naturschutzverbänden aufgewendet, die Art zu erhalten. Gelingt es uns nicht, kurzfristig auch die 10.000 Km langen Zugwege dieser heimischen Adlerart über den Nahen Osten und die Türkei nachhaltig zu sichern, drohen alle nationalen Bemühungen zum Erhalt des Schreiadlers zu scheitern.

Viele interessante Einzelheiten zum Leben des Schreiadlers in Deutschland finden Sie z.B. hier!

Sprachlos, wegen der Dunkelziffer!

12.10.2013 23:48 von Norbert Wolf

Die Vögel, die wir dieses Jahr betreuen mussten in Sachen "Verletzung durch Angelschnüre oder Haken" reissen nicht ab. Diesmal handelt es sich wiederum um einen jungen, diesjährigen  Graureiher, der an der Erft zwischen Gustorf und Neuenhausen geborgen wurde. Der Vogel war schon flugunfähig und stark entkräftet, hatte vermutlich vorher die Schnur um den linken Flügel gewickelt. Der Flügel war nicht mehr durchblutet.

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Er war flugunfähig, hatte Angelschnur um den Schnabel gewickelt, die im Schlund endete. Die Röntgenaufnahme zeigt, wie tief der Angelhaken im Körper steckt, dem Vogel war leider nicht mehr zu helfen! Die Dunkelziffer der Wildtiere, die nach Verletzungen durch Angeschnüre oder -haken nicht geborgen werden, dürfte sehr hoch sein!

Brutsaison der Eulen 2013

06.10.2013 11:38 von Norbert Wolf

Ein schlechtes Eulenjahr!

Das Jahr 2013 wird als schlechtes Jahr für den Fortbestand heimischer Eulen in die Geschichtsbücher eingehen, viele bekannte Brutplätze auch der häufigeren Arten wie Waldkauz oder Waldohreule blieben trotz des Vorhandenseins und Balz der Brutpaare im Revier nach dem langen Winter verwaist. Dies belegen auch die Pflegezahlen der Wildtierstation. Wurden in den Vorjahren oft bis zu 10 Jungvögel der vorgenannten Arten aufgezogen, blieben die Jungvögel in diesem Jahr aus. Auch bei den Steinkäuzen fielen bekannte Brutplätze aus oder die Bruten wurden abgebrochen, die einzige uns bekannte Brut der Schleiereule in Grevenbroich fand unter dem Dach einer unserer Pflegevolieren statt. Hier flogen 6 kräftige und gesunde Jungvögel gemeinsam mit den Altvögeln aus, dies aber auch nur, weil wir reichlich gefüttert haben.

Wir konnten die Brut und Aufzucht der Jungeulen mit einer unserer Infrarotkameras dokumentieren und haben eine kurze Filmsequenz über das Familienleben der Schleiereulen für Sie zusammengeschnitten. 

Auch die in den letzten Jahren positive Bestandsentwicklung des Uhus geriet ins Stocken, zwar konnten in der näheren Umgebung Brutpaare gehört und beobachtet werden, jedoch konnte lediglich eine Brut mit 3 Jungvögeln nachgewiesen werden. An einem neu bekannt gewordenen Brutplatz in Dormagen-Straberg wurden durch die Feuerwehr 2 stark untergewichtige und mit Parasiten befallene Jungvögel geborgen, die nach erfolgreicher Behandlung durch unser Ammen-Uhupaar aufgezogen und in Brutplatznähe wieder freigelassen werden konnten.

Diese bei uns in Grevenbroich beobachtete, negative Bestandsentwicklung wurde auch regional bestätigt. So stellt die Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen (EGE) fest, dass von den 128 Uhupaaren in der Eifel, die in 2012 erfolgreich brüteten und 302 Junge aufzogen, in diesem Jahr lediglich 36 Bruten erfolgreich verliefen; aus ihnen gingen 72 Junge hervor.

Für den Steinkauz stellten sie im Kreis Euskirchen 53 Bruten fest, im Kreis Düren waren 58 Paare erfolgreich. Das sind zwar insgesamt immerhin 111 Bruten, im Vorjahr waren es jedoch 158. Beringt wurden 297 Jungvögel (im letzten Jahr 515). Die Anzahl der Jungvögel je erfolgreicher Brut sank im Kreis Euskirchen von 3,53 auf 2,79, im Kreis Düren von 3,4 auf 2,6. In der Summe handelt es sich  demzufolge um Einbußen bis zu 40 Prozent.

In der Börde bei Zülpich westlich von Bonn inspizierten die EGE-Mitarbeiter fünfzehn Schleiereulen-Nistkästen an elf Standorten. Dreizehn der Kästen waren unbesiedelt. In einem der Kästen saß eine einzelne erwachsene Schleiereule, in einem anderen Kasten fanden sich drei junge Schleiereulen. Eine ähnliche Entwicklung zum Brutbestand der Schleiereule wird auch von ehrenamtlichen Naturschützern aus dem Rhein-Erft-Kreis mitgeteilt.

Der harte Winter 2012/2013, das nasskalte, spät einsetzende Frühjahr sowie der gleichzeitige Zusammenbruch der Feldmausbestände sind als Hauptgründe für den geringen diesjährigen Bruterfolg der Eulen anzusehen. Bleibt nur zu hoffen, dass Petrus ein Einsehen in die Probleme der heimischen Eulen hat und das nächste Frühjahr in 2014 wärmer, früher und eulenfreundlicher verlaufen lässt!

Erneut Angelschnur...

05.10.2013 12:47 von Norbert Wolf

...war der Grund für die Flugunfähigkeit eines in diesen Tagen überbrachten Graureihers.

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Die Häufigkeit der Fälle verletzter Wildtiere durch Schnüre oder Haken veranlasste uns, einige Angelplätze in der Nähe hinsichtlich zurückgelassenen Angelmülls einmal unter die Lupe zu nehmen. Das Ergebnis war erschreckend, überall wurden Schnurreste, Haken, Bleie und Wirbel gefunden.

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Die oben abgebildeten Schnüre und Haken stammen von einem einzigen Angelplatz an der Erft nahe der Innenstadt. Es wird Zeit, die Sauberkeit an den Angelplätzen durch Fischereibehörden und die Erftfischereigenossenschaft deutlicher anzumahnen!

nature to go!

02.10.2013 10:33 von Norbert Wolf

Am 29.09.2013 waren Mitglieder der Düsseldorfer Community "nature2go" bei uns zu Gast, um sich über unsere Arbeit in der Wildttierstation zu informieren. Bei solch interessierten Gästen war es auch für unsere Mitarbeiter eine außergewöhnlich kurzweilige Veranstaltung für engagierte Naturliebhaber, in deren Rahmen auch unsere Falknerin Susanne Beyer über die Arbeit mit Greifvögeln berichtete.tl_files/01_Nachrichten2013/nature2go_0001.jpgSusanne Beyer mit Sakerfalke Adhija, Besuchern und unseren Gästen von nature2go

Euer Besuch hat uns sehr gefreut, Ihr könnt gerne wieder kommen!

 

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